"Historische Schlosskirche Jahnishausen" e.V.
 

 

 


Konzerte 2002

Jahnishausen 2002

 

5. Mai

Dresdener Vocalgruppe "Zwischentöne"

 

9. Juni

Blockflöten- und Vokalmusik

 

11. August

Posaunenquartett OPUS 4

 

1. September

Leipziger Spielgemeinde
“Mir sinn un mir bleim”

 

6. Oktober

Konzert der Charlottenburger Hofbläser  (Bilder)

 

10. November

Benefizgospelkonzert TEN SING Riesa

 

24.12.2002

Gottesdienst zur Christnacht

 

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5. Mai

Ich wünsche Dir mehr Zeit"

Dresdener Vocalgruppe "Zwischentöne"

Artikel

Mit Gesang zog die Dresdner Vocalgruppe „Zwischentöne“, die von Rolf und Peggy Mickan geleitet wird, in die Schlosskirche Jahnishausen ein. Jeder Einzelne der Sängerinnen und Sänger beherrschte seinen Part so. dass nur selten aufgeschlagene Notenblätter zu sehen waren. Überzeugend in der Darstellung der Stücke, dynamisch. beweglich, teils mit Einsatz von Percussions-lnstrumenten. sicher in der Intonation.

Welch Glück für den Verein „Historische Schlosskirche Jahnishausen“ e. V., solch einen Chor zum Auftakt der Sommerkonzertreihe zu Gast zu haben. Das Spektrum der Zuhörer reichte vom Kleinkind bis zum Erwachsenen, und alle honorierten die Leistung des Chores mit viel Applaus. Bei einer Zugabe wurde ich an meine Kindheit erinnert. Mein Vater sang mir das Lied oft beim Zu-Bett-Gehen : „Guten Abend, gut Nacht, von Englein bewacht“.

Welches Kind hat heute noch das Glück, von seinen Eltern in den Schlaf gesungen zu werden? Dabei ist es so wichtig. Es bringt Geborgenheit. Sicherheit. Schutz. Ein musisches Klima lässt Kreativität entstehen. Nach den Ereignissen in Erfurt sind endlich einige Menschen zum Nachdenken gekommen.

Von einer Sprecherin der Vokalgruppe „Zwischentöne“ wurde eines der Probleme des modernen Menschen in einem Gedicht auf den Punkt gebracht: „Ich wünsche Dir Zeit zu haben zum Freuen und zum Lachen. Staunen. Wachsen und Reifen. Hoffen und Lieben, zu Dir selbst zu finden. Zeit zu haben zum Leben“.

Der Chor trug dieses Gedicht mit dem Air aus den Orchestersuiten von J. S. Bach. Auch die Sonntag Nachmittage in der Schlosskirche Jahnishausen sind mit ihrer Atmosphäre. die durch die Vereinsmitglieder, das Publikum und die Konzertierenden geprägt wird. so etwas wie Oasen im Alltag.

Wir hoffen und wünschen, dass alle Anwesenden etwas von dieser Atmosphäre mitnehmen können, um so unseren Alltag ein wenig heller werden zu lassen.

U. Grellmann. Jahnishausen

9. Juni

Herzerfrischende Verzauberung

Blockflöten- und Gitarrenklänge in Jahnishausen

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Heiterer Flötenklang durchbricht die dicken Mauern der Schlosskirche in Jahnishausen. Beim Hineintreten in den historischen Bau sitzen rund 100 gespannte Menschen. Die drei Musikpädagoginnen Patricia Barth, Sabine Zschuppe und Charlotte Kühn gaben am Sonntag­nachmittag ein Konzert für Flöte und Gitarre und durchwanderten die Zeit vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. „Wir haben uns die Frage gestellt, was geht mit diesen Instrumenten, was können wir mit diesen alles machen und wollen bewusst mit Gegensätzen arbeiten. Flöte und Gitarre sind ja eher leise Instrumente. Doch die Akustik ist in dieser Kirche sehr gut", sagt Sabine Zschuppe.

Die leisen, mal beschwingten, lebensfroh, mal ruhig und entspannenden Klänge regten an, die Gedanken kreisen zu lassen. Das Motto des Konzerts war der Frühling. Patricia Barth und Sabine Zschuppe zeigten auch, dass der Ruf der Blockflöte als Instrument aus dem ersten Musikunterricht überholt ist. Denn ein Stück von Johann Sebastian Bach für die Orgel, allerdings in einer Bearbeitung für Flöte, bekam mit den größten Applaus. Bei Volksliedern wie „Horch, was kommt von draußen rein" sang das Publikum mit. Die Musikerinnen waren überrascht von der Resonanz. „Es macht Spaß, hier zu spielen", sagt Patricia Barth.

Das Konzert wurde organisiert vom Verein Historische Schloßkirche Jahnishausen e.V. „Das Ziel des Vereins ist, die Kirche zu erhalten und als Ort für Veranstaltungen zu sanieren. Jedes Jahr gibt es hier vier bis fünf Konzerte, die sehr gut besucht sind", erzählt die Vereinsvor­sitzende Roswitha Mildner. Das be­sondere Flair während der Veranstaltung ist der Grund für diese her­vorragende Resonanz. Denn nicht nur die historischen Gemäuer ge­ben einen passenden Rahmen, auch der besondere Verlauf eines Konzertes bekommt nahezu familiären Charakter. Da werden in der Pause Schnittchen, Kuchen und Kaffee ausgeschenkt. Man rückt näher zusammen und plaudert miteinander. Jedes Konzert bringt viel Arbeit und enormen Aufwand", versichert die Vereinschefin, doch zum Schluss bedankt sie sich bei den Musikern: „Es war herzerfrischend. Diese Flötenmusik verzaubert." Nach diesem schönen Kompliment, einem minutenlangen Applaus und zwei Zugaben wurde es allerdings wieder ruhig in der Jahnishausener Schlosskirche.

Constanze Matthes

1. September

„Da fängt die Seele an zutanzen"

Posaunenquartett Opus 4

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Stürmischer Beifall ist des Musikers Lohn. Doch Tränen der Begeisterung und der Ergriffenheit ob der Schönheit des Vertrages sind die ehrlichste und höchste Form der Anerkennung. Diese Reaktionen eines dankbaren Publikums erlebten die vier Posaunisten Jörg Richter (Alt/Tenor), Dirk Lehmann (Tenor), Alexander Wunder (Tenor/ Bass) und Stefan Schmicker (Bass) am Sonntag in ihrem Benefizkonzert in Jahnishausen. Jörg Richter, Soloposaunist am Gewandhaus zu Leipzig und Dozent an der Hochschule für Musik, hat die gute Reso­nanz der fast 150 Zuhörer sofort gespürt. „Gleich vom ersten Stück an sprang der Funke über. So viel freundlichen und herzlichen Applaus habe ich nicht gedacht zu empfangen in Jahnishausen. Wir kommen ganz gewiss wieder." Auf Grund der ausgesprochen guten Akustik gibt es sogar die Überlegung, eine CD in der Kirche zu produzieren. „Dieses schöne Kleinod muss man unbedingt bewahren, es ist ein wunderbarer Ort für Konzerte", betont der Künstler, der die großartigsten Konzerthallen der Welt kennt. Und weil es ihm so ernst ist mit seiner Begeisterung, animierte er das Publikum immer wieder: „Das nächste Mal bringen Sie alle noch einen mit, dann können wir die Kirche ganz schnell restaurieren, dann kommt noch eine Orgel hinein - wir haben auch schöne Stücke für die Orgel." Der Konzertnachmittag verlief dank der verbalen Pointen für ein klassisches Konzert ganz untypisch locker und lustig und doch musikalisch auf höchstem Niveau. Die vier Musiker, Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig und dem Philharmonischen Staatsorchester Halle, spielen sich mit fast unwirklicher Leichtigkeit, reinster Intonation und einer ausgewogenen Balance der Stimmen in die Herzen der Zuhörer. In ihrem Programm vereinen sich Stücke aus fünf Jahrhunderten, von der Renaissance über Barock bis Jazz. Sie lieben Bach, Bruckner, Wagner, aber auch Charles Gonoud oder George Gershwin. „Ich habe mir selbst ein Geschenk gemacht"
Die große Klangfülle und die Variation zwischen lauten und ganz leisen Tönen könnte man am besten in sich aufnehmen, wenn man die Augen schließt, rät Kantorin Ursula Grellmann. „Dann weitet sich der Atem, und man kommt zur Ruhe. Bei den Schwingungen der Musik fängt die Seele an zu tanzen/ Bes­ser kann man es nicht sagen, ergänzt Anke Herzog, die trotz starker Kopfschmerzen ins Konzert gekommen ist. „Mir geht es jetzt viel besser. Ich habe mir damit selbst ein Geschenk gemacht." Ein Geschenk war der Konzertbesuch für viele auch, weil es neben dem Hörgenuss auch Freude für das Auge gab. Während sich die Klangwellen der Posaunen an den Wänden des Kirchenraumes brachen, tauchten sie ein in die Aquarellbilder der Sabine Quellmalz, trugen die Farben mit sich fort und schufen eine ganz wunderbare, eigene Atmosphäre. Die Künstlerin aus Weinböhla malt mit Vorliebe auf Seide. Die Wucht und die Kraft der Farben bekomme ich so auf Papier nicht hin. Der Farbfluss auf der Seide gleicht einer sinnlichen Freude." Ihre Landschaften und abstrakten Bilder geben Raum für eigenes Entdecken, für Gefühle und Träume. Sie nennt sie „Leuchten aus dem Inneren", „Kühle Tiefe" oder „Streben zum Licht". Bilder und Texte deuten auf eine tiefsinnige, empfindsame Künstlerin. Sabine Quellmalz (geboren 1944) fand nach schweren Depressionen Anfang der 90er Jahre über die Kunst­therapie den Weg zur Heilung. „Die Kunst hat mein Leben total verändert, auch wenn es Phasen gibt, wo ich in Bezug auf die Kunst denke, da geht nichts mehr." Inzwischen hat sie ihr eigenes Atelier, arbeitet als Dozentin an der Fachschule für Ergotherapie Kreischa und experimentiert mit Neuem zum Thema „Theater, Musik und Lyrik". „Musik ist meine Leidenschaft. Ich male immer mit Musik von Barock bis Hard-Rock." Ihre Bilder kommen an, der erste Käufer fand sich schon während der Konzertpause. Den Erlös für das Bild „Über die Hügel und weit in die Ferne" stiftete Sabine Quellmalz dem Verein „Historische Schloßkirche Jahnishausen."

Von Ines Klotz

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1. September

Leipziger Spielgemeinde “Mir sinn un mir bleim”

Ein Lene Voigt Programm

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6. Oktober

Abschluss der Konzertsaison 2002 der Schlosskirche Jahnishausen mit den Charlottenburger Hofbläsern 

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Ankündigung

Langsam wird es draußen wieder kälter und dunkler, der Sommer verabschiedet sich in Sachsen. Es ist die Zeit, in der der Wind beginnt, um die Hausecken zu pfeifen und man die Heizung anstellen muss. Dadurch wird es plötzlich wieder warm und gemütlich, und man sieht der dunklen Jahreszeit nicht ganz so düster entgegen. Leider hat die Jahnishausener Schlosskirche noch keine Heizung und so schließt sie für diese Konzertsaison ihre Tore. Wie im letzten waren auch in diesem Jahr Künstler der unterschiedlichsten Bereiche zu Gast und erfreuten das stets zahlreiche Publikum mit ihren Darbietungen. Ob nun Flöten- oder Posaunenmusik, ob Chorgesang oder Texte von Lene Voigts, die Auswahl war erlesen und vielfältig. Den Abschluss der diesjährigen Saison am 06.10.2002 bildet, nun fast schon traditionsgemäß, ein Bläserensemble - die Charlottenburger Hofbläser mit Johanna Korthus (Flöte) als Gast.

Das heute siebenköpfige Blechbläserensemble gründetet sich 1980 in Berlin. Anfangs noch namenlos, ergab sich bald der Name Charlottenburger Hofbläser, welcher jedoch keineswegs so eindeutig ist, wie es der erste Blick vermuten lässt. Zwar gaben die Berliner Musiker Konzerte im Charlottenburger Schlosspark, doch auch in Hinterhöfen fanden sie begeistertes Publikum. Die Frage, welcher Lokalität man als Namensgeber den Vorzug gibt, ist auch nach über 20 Jahren nicht geklärt und es ist der Phantasie des Zuhörers überlassen, eine Entscheidung darüber zu fällen. So vielfältig wie die Namensidee ist auch das Repertoire des Ensembles. Es reicht von der Musik der frühen Barockzeit über Werke der Romantik bis hin zu Jazz und Blues der heutigen Zeit.

Auch das Konzert in Jahnishausen wird eine musikalische Zeitreise, A. Vivaldi, F. Liszt und V. Ewald sind dabei einige Komponisten, denen der Zuhörer begegnen wird. Unterstützt werden die Charlottenburger Hofbläser von Johanna Korthus (Flöte), denn es ist Tradition dieses Ensembles, seine Konzerte im Wechsel mit Solisten zu gestalten. Frau Korthus ist keine Unbekannte in der Jahnishausener Kirche, denn bereits letztes Jahr war sie mit ihrer Flöte bei den Sommerkonzerten zu Gast. Ihre Ausbildung erhielt sie in Berlin, wo sie heute als freie Musikerin und Querflötenlehrerin tätig ist, zudem hält sie Meisterkurse in Wolgograd. Auch sie wird das Publikum auf eine Reise durch die Musik mehrerer Jahrhunderte mitnehmen. Der Proviant, der dabei für solch eine Expedition von Nöten ist, wird – wie nun schon Tradition - in der Pause gereicht.

Ruth Krauße

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10. November, 17.00 Uhr

Benefizgospelkonzert TEN SING Riesa

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24.12.2002

Gottesdienst zur Christnacht

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Zum Heiligen Abend halb 11 lud der Verein zu einem Nachtgottesdienst ein - und erfreulich viele Besucher strömten zu dieser späten Christmesse.
Ein geschmückter Weihnachtsbaum und unzählige Kerzen erhellten den Raum. Die Predigt und Lesungen übernahmen Pfr. Johann Stein und Annegret Mildner.
Umrahmt wurde der Gottesdienst von zahlreichen musikalischen Darbietungen, so z.B. einem Streicherduo, Holzbläsern und Gesang; Andrea Voß unterstützte den Gemeindegesang am Klavier.   

rk

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