"Historische Schlosskirche Jahnishausen" e.V.
 

 

 

Konzerte 2016

  Jahnishausen 2016

 

SZ 20.5.2015

Die Kirchenretter
Die Jahnishausener Schlosskirche stand kurz vorm Abriss. Dann kam die Wende - und die richtigen Leute.

VON BRITTA VELTZKE

Es ist geschafft - der dritte Bauabschnitt ist Geschichte. In der Schlosskirche Jahnishausen erinnert nichts mehr an den Zustand zur Wende-Zeit. Der war desaströs: der Altar eingestürzt, das Dach kaputt, der Putz bröckelte von allen Wänden. Schon in den 70er Jahren hatte man die Dorfkirche aufgegeben. Später sollte sie abgerissen werden. „Schon vor der politischen Wende haben wir versucht, das zu verhindern", erzählt Roswitha Mildner, die heute die Vorsitzende des Schlosskirchen-Vereins ist. In den 80er Jahren haben sie und andere Kirchenmitglieder schon übrig gebliebene Dachziegel aus der Pausitzer Delle geholt. „Wir wollten damit das Kirchendach zumindest teilweise reparieren", sagt Mildner. Aber dazu kam es nicht: „Wir wurden vom Rat des Kreises des Diebstahls sozialistischen Eigentums bezichtigt." Die Kirche verfiel weiter.

 Nach der Wende dann konnte der Abriss verhindert werden - der Zustand der Kirche war allerdings nach wie vor bedrohlich. Also gründeten die Kirchenretter einen Verein. „Wir sind 1990 angetreten und jetzt immer noch zusammen. Ich finde schon, dass das eine große Leistung ist", sagt die Vereinschefin. Doris Krauße, ebenfalls seit Jahrzehnten dabei, macht sich inwischen allerdings Sorgen um den Nachwuchs. „Es kommen kaum junge Leute von unten nach. Aber das ist wahrscheinlich auch kein Wunder, weil sie nicht gesehen haben, in welchem Zustand die Kirche war." Doris Krauße und ihr Mann Dieter sind die einzigen aus dem „harten Kern", die heute noch vor Ort sind. Alle anderen leben in Riesa oder wie Vereinschefin Roswitha Mildner sogar noch weiter weg. Sie hat es nach Dresden verschlagen - dem Projekt Kirchenrettung ist sie aber immer treu geblieben.

 Um die Schlosskirche zu sanieren, waren und sind die Vereinsmitglieder auf Spenden angewiesen. Das Geldersammeln sei nicht unbedingt einfacher geworden, sagt Roswitha Mildner. Auch da einer der größten Geldgeber, Henner Caeser, inzwischen verstorben ist. - Fester Bestandteil der Vereinsarbeit bleiben die Konzerte. Früher hätten Künstler häufiger mal auf ihre Gage zugunsten der Kirchenrettung verzichtet. Das komme aber heutzutage so gut wie gar nicht mehr vor, so Roswitha Mildner. „Die Künstler müssen selbst sehen, wo sie bleiben." Dafür erfreut sich der Verein eines treuen Stammpublikums. Jeweils um die 60 Gäste kämen zu den Konzerten, von denen es im Jahr vier bis fünf gibt. Am Sonntag beginnt die neue Konzertsaison (siehe Kasten) - auf nagelneuem Holzfußboden. Auch eine neue Heizung, beziehungsweise Infrarotstrahler, hat die Kirche bekommen.

 Als Kirche im eigentlichen Sinne mit regelmäßigen Gottesdiensten wird die Jahnishausener Schlosskirche heute nicht mehr genutzt. „Als die Gemeinde Jahnishausen noch eigenständig war, hat sie die Kirche für eine DM aus dem Bestand der Landeskirche gekauft. Wir verstehen und als kulturelles Zentrum", so Mildner.

 Und als solches soll es weiter wachsen. Auch wenn die Kirche inzwischen hergerichtet ist - es steht immer noch einiges auf dem Wunschzettel der Vereinsmitglieder, etwa eigene sanitäre Anlagen, damit die Gäste nicht immer in die alte Dorfschule rüberlaufen müssen. Und ein i-Tüpfelchen wäre: eine neue Orgel.

http://www.sz-online.de/nachrichten/die-kirchenretter-3399563.html

So. 22. Mai, 16.00 Uhr
"Summer Sounds" mit BerlinVokal (Berlin) und Voice It (Dresden)
Chormusik a cappella aus Jazz/Rock/Pop

 

So. 19. Juni, 16.00 Uhr
Ensembles der Musikschule des Landkreises Meißen

mit Lesungen von Doris Krauße, Dresden

 

So. 28. Aug., 16.00 Uhr
Duo Kratschkowski

Klassik und Weltmusik
Akkordeon, Dresden

 

So. 25. Sept., 16.00 Uhr
Dresdner Stadtpfeifer

Musik des 16.+17. Jahr-hunderts, gespielt auf Instrumenten historischer Bauart

 

Sa. 24. Dez., 22.00 Uhr
Heiligabendandacht

 

 

 

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So. 22. Mai, 16.00 Uhr

Summer Sounds
Jazz- und Popchor „BerlinVokal“
(Berlin)
A cappella Vokalensemble
Voice It (Dresden)

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Informationen unter:
http://www.jazzchor-berlinvokal.de/

http://www.voiceit.de/

BerlinVokal

Quelle: http://www.berlinvokal.blogspot.de/

Anfang 2010 werfen zwanzig unerschrockene, zu allem entschlossene ChorsängerInnen alle Fesseln ab und gründen den Jazz- und Popchor "BerlinVokal" (ohne Leerzeichen und mit großem V in der Mitte).

Von nun an werden im Südwesten Berlins ausgefuchste Jazz- und Poparrangements einstudiert. Im Sommer 2014 übergibt Michael Betzner-Brandt die Leitung an Nane Bache

Ob beim jährlichen Berliner Chorfestival Total Choral, bei einem internationalen Mathematiker-Kongress, als Promi-Schreck bei der Bertelsmann-Party, als Background-Chor bei Projekten der ungarischen Videokünstlerin Hajnal Nemeth, auf Auslandsreise in New York oder Support-Act bei einer Lesung von Harald Martenstein – immer geht es vor allem um das eine:

Let us entertain you!

 

Voice It

Quelle: http://www.voiceit.de

Jung, dynamisch, fröhlich, energetisch, humorvoll, motiviert und musikalisch nimmersatt... das ist Voice It. 24 junge Leute, die mit a cappella Jazz, Pop und Stücken aus aller Welt aufwarten.

Seit den Erfolgen bei Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene, hat Voice It einen festen Platz in der deutschen a cappella Jazzchor-Szene.

Voice It tritt auf überregionaler, nationaler Bühne auf und konnte sich auch schon international präsentieren.

Ziel des Chores unter der Leitung von Annemarie Bohn ist es, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei versuchen die Sängerinnen und Sänger, anspruchsvolle Arrangements und Freude an musikalischer Feinarbeit mit ihrer quirlig heiteren Art und der unbändigen Freude am Singen zu verschmelzen.

Bei Live-Acts ist das junge Ensemble in seinem Element und schafft es, mit seinen Rhythmen und Melodien die Zuhörer in wilde Begeisterung zu versetzen und die Musik nicht nur hör-, sondern auch fühl- und erlebbar zu machen.

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Weitere Bilder vom Konzert und vom Festakt:

(Fotos: G. Springer)


So. 19. Juni, 16.00 Uhr
Ensembles der Musikschule des Landkreises Meißen

mit Lesungen von Doris Krauße, Dresden
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Informationen unter:
http://www.musikschule-landkreis-meissen.de/

https://www.facebook.com/fraukrausze

 

Quelle: https://www.facebook.com/fraukrausze Doris Krauße, geboren 1977 in Dresden, studierte Höheres Lehramt für Gymnasium für die Fächer Deutsch und Kunst und arbeitet derzeit als freiberufliche Pädagogin. Sie schreibt kontinuierlich Texte für den eigenen Unterricht und Anthologien. Einen ersten Erfolg konnte sie 1996 im Rahmen des internationalen Poetenfestivals in Rotterdam mit dem 4. Platz verbuchen. Weiterhin belegte sie 2013 den 1. Platz mit der Kurzgeschichte „go home“ beim Zeilen.Lauf Kurzgeschichtenwettbewerb in Baden (Österreich).

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So. 28. August, 16.00 Uhr
Duo Kratschkowski

Klassik und Weltmusik, Akkordeon, Dresden
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Informationen unter:
http://www.krachkovsky.de/

Quelle: http://www.krachkovsky.de/html/bilder.html

 

Zwei Akkordeons.
Nicht mehr.
Nicht weniger.

Was die beiden mehrfach mit Preisen und Urkunden ausgezeichneten russischen Musiker aus diesen Instrumenten zaubern, ist eine ganze musikalische Welt:

Russische Romanzen und jiddischer Klezmer, klassische Kompositionen von Bach, Mozart, Vivaldi bis Chatschaturian, Zeitgenössisches von Schnittke, Französische Chansons, Tangos von Piazzolla, Zigeunermusik…

Mit grenzenloser Fantasie und mitreißender Spielfreude, manchmal mit Augenzwinkern und Selbstironie, immer aber mit absoluter Perfektion zaubern die perfekt scheinenden Musiker unglaubliches aus ihren Instrumenten.

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So. 25. September, 16.00 Uhr
Dresdner Stadtpfeifer
Musik des 16.+17. Jahrhunderts, gespielt auf Instrumenten historischer Bauart
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Informationen unter:
http://www.stadtpfeifer.com/

Quelle: http://www.stadtpfeifer.com/

Die Dresdner Stadtpfeifer spielen auf Instrumenten historischer Bauart Musik des 16. und 17. Jahrhunderts in verschiedenen Besetzungen:
In der alta capella auf den lauten Instrumenten (Zink, Renaissanceposaunen, Rauschpfeifen und Krummhörnern) und im consort (auf Flöten alter Mensur, Gemshörnern, Gamben, Violone und Laute) erklingen Renaissancemusik und Werke des Frühbarock. Die große Besetzung (alle Instrumente, Gesangssolisten, manchmal auch mit Chor) musiziert u.a. mehrchörige Musik aus der Zeit um 1600.
In den Aufführungen erklingen Musizierformen von Tanzmusik bis zu Motetten und Messen, europäische Musikstile von John Dowland bis Giovanni Gabrieli, Kirchenmusik von Josquin Desprez bis Giovanni Pierluigi da Palestrina und von Johann Walter bis Heinrich Schütz.

 

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(Fotos: P. Gruhle)